Auch im Februar sind die Freiheiten noch stark eingeschränkt, wenn es um das Treffen von Freunden, das Reisen, das Einkaufen oder die allgemeine Mobilität geht. In diesem Beitrag möchten wir aus diesem Grund einen Blick zurückwerfen und Ihnen zeigen, wie sich der Lockdown mit der Zeit entwickelt hat. Bei den ständig wechselnden Regeln und neuen Hürden haben viele Menschen bereits vergessen, was zwischen dem vergangenen März und heute alles passiert ist.

Der Flickenteppich und seine Auswirkungen

In jedem Bundesland gibt es unterschiedliche Auswirkungen der Pandemie. Nach einem turbulenten Jahr führte fast jedes Bundesland mal die Liste mit der höchsten Inzidenz an, wodurch sich die Maßnahmen lokal mit der Zeit deutlich unterschieden. Für Außenstehende mag dies sinnvoll sein, in der Praxis sorgten die unterschiedlichen Regeln jedoch für Chaos und mangelnde Transparenz.

Hierbei konnten sich Bundesländer beliebig als Risikogebiete deklarieren, Testpflichten festlegen, Ausgangssperren verhängen und andere Regeln beschließen. Einzig die AHA-Regeln, also Abstand, Händewaschen und Alltagsmaske waren jederzeit und überall identisch. Sowohl die klassischen und medizinischen Einwegmasken als auch professionelle KN95 FFP2 Masken waren Teil der Lösung.

So hat sich der Lockdown seit März 2020 entwickelt

Bereits vor mehr als einem Jahr gab es Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Seitdem haben sich Ministerpräsidenten und Regierungsverantwortliche nur so mit Maßnahmen und Konzepten überschlagen. Die folgenden Entscheidungen prägen in dieser Hinsicht die Entwicklung unseres Lockdowns hier in Deutschland, dessen Ende noch längst nicht in Sicht ist:

  • März 2020 – Viele Bundesländer sagen die ersten Großveranstaltungen ab.
  • März 2020 – Schulen und Kindergärten schließen bis auf wenige Ausnahmen.
  • März 2020 – Bund und Länder beschließen erstmals Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für alle Bundesländer, Einzelhandel und Gastronomie schließen.
  • April 2020 – Alle bestehenden Maßnahmen werden bis zum 19. April verlängert.
  • April 2020 – Erste Lockerungen und Öffnung der Geschäfte mit bis zu 800 qm. Zudem langsame Wiederaufnahme des Schulbetriebs, Beginn der Mundschutz-Pflicht.
  • April 2020 – Gültigkeit der Mundschutz-Pflicht in ganz Deutschland.
  • April 2020 – Spielplätze, Zoos, Museen und Kirchen dürfen wieder öffnen.
  • Mai 2020 – Erstmalige Lockerungen der Kontaktbeschränkungen in Sachsen-Anhalt.
  • Mai 2020 – Beendigung systematischer Grenzkontrollen innerhalb der EU.
  • Juni 2020 – erste Lockerungen für Veranstaltungen und größere Familienfeiern.
  • Juni 2020 – Thüringen hebt Kontaktbeschränkungen vorerst vollständig auf.
  • August 2020 – erneut Sorge aufgrund mehr als 1.000 täglicher Neuinfektionen.
  • August 2020 – Testpflicht für Einreisende aus Corona-Risikogebieten.
  • August 2020 – Verständigung auf ein bundesweites Mindestbußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Höhe von 50 €.
  • September 2020 – weitere Lockerungen für Sportereignisse mit Zuschauern.
  • September 2020 – Beginn einer Maskenpflicht für öffentliche Plätze in Bayern.
  • Oktober 2020 – Beschränkung privater Feiern auf maximal 10 Teilnehmer, Einführung einer Sperrstunde für Gastronomen ab 23 Uhr.
  • Oktober 2020 – Absage der ersten Weihnachtsmärkte.
  • November 2020 – Beginn des „Lockdown light“ mit geschlossener Gastronomie, Hotellerie, Reiseeinschränkungen und härteren Kontaktbeschränkungen.
  • November 2020 – Verlängerung sämtlicher Maßnahmen für den Dezember.
  • Dezember 2020 – Ankündigung eines harten Lockdowns in Sachsen.
  • Dezember 2020 – Harter Lockdown bis zum 10. Januar mit geschlossenen Geschäften, Schulen und Kindergärten, geringfügige Lockerungen über Weihnachten, keine Lockerungen für Silvester.
  • Dezember 2020 – Bundesweiter Start für die Corona-Schutzimpfung.
  • Januar 2021 – Verlängerung des Lockdowns bis Ende Januar.
  • Januar 2021 – Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. Februar und Einführung der medizinischen Maskenpflicht für Geschäfte, Nahverkehr und Supermärkte.
  • Februar 2021 – Erneute Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März.

Was gilt wo? Bestandsaufnahme im Februar 2021

Mittlerweile sind alle Geschäfte geschlossen, körpernahe Dienstleistungen verboten, Reisen aus touristischen Zwecken im Umland sowie in Risikogebiete untersagt. Kontakte sind lediglich im eigenen Haushalt sowie mit einer anderen Person zu führen, was in privaten Räumen sowie in der Öffentlichkeit gilt. In vielen Bundesländern gilt zudem, dass Sie für das Verlassen des Hauses einen triftigen Grund benötigen. Einkaufen, Spazieren, Arztbesuche und vieles mehr gehören dazu.

Auch eine erweiterte Maskenpflicht für Geschäfte, sofern geöffnet, für den Supermarkt sowie im öffentlichen Personennahverkehr besteht. Hierzu gehören lediglich medizinische Masken, zu denen die OP-Masken und die Einweg- oder Mehrwegmasken des Typs FFP2 gehören. Für bestehende Maskenpflichten im öffentlichen Raum reichen private Stoffmasken nach wie vor aus.

Die wichtigsten Regeln für Gesundheit in Zeiten der Pandemie

In Hinblick auf die weiteren Wochen und Monate sollten Sie Ihre Kontakte daher auch weiterhin reduzieren. Dies erhöht die Chancen, auch vor der Erweiterung des Impfangebots mit einer deutlichen Senkung der Infektionszahlen rechnen zu können. Eine dritte Welle mit erneuten scharfen Maßnahmen und gravierenden Einschränkungen wünscht sich niemand. Halten Sie aus diesem Grund auch in Zukunft noch etwas Abstand, um Ihren Freunden und Liebsten bald wieder nah zu sein.

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